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Lokalpolitik zu Besuch: Gemeinsam für einen starken Industriestandort
In der letzten Woche durften wir uns über den Besuch von Arne Kramer, Ratsherr und Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes der Hansestadt Stade, Daniel Friedl, Ratsherr und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Stade, sowie Christoph von Schassen, Ortsbürgermeister von Bützfleth, freuen. In einem offenen und konstruktiven Gespräch standen die Zukunft des Industriestandorts Stade und natürlich unser Altholzkraftwerk im Industriepark Bützfleth im Mittelpunkt.
Starker Industriestandort in herausfordernden Zeiten
Die Region und die mit ihr verbundenen Menschen blicken zurück auf eine lange Industrietradition. Große Industriebetriebe sind hier ansässig. Und was in Stade ganz besonders ist: Alles hängt zusammen. Die Industrie in Stade ist ein sensibles Ökosystem, das vor allem im Verbund seine Stärke entfaltet. Gerade wenn es um die Ansiedlung neuer Unternehmen und neuester Technologien geht, sind die Bedürfnisse aller Akteure eng aufeinander abgestimmt.
Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Lage angespannt und globale Entwicklungen sind hier am Standort besonders spürbar. Gerade deshalb braucht es jetzt eine konsequente nachhaltige Transformation. Für Stade bedeutet das vor allem: Defossilisierung – der Ersatz bisher eingesetzter fossiler Energieträger. Wer sich von internationalen Rohstoffmärkten unabhängig macht, stabilisiert die heimische Industrie. Und wer fossile Energieträger durch nachhaltige Alternativen ersetzt, geht den entscheidenden Schritt in Richtung Dekarbonisierung. Die politischen Vertreter bekräftigten ihre klare Unterstützung für den Industriestandort und auch für unser Projekt.
Neue Chancen durch biogenes CO₂
Intensiv besprochen wurde die Nutzung des im Prozess entstehenden biogenen CO₂. Denn mit dem im November 2025 in Kraft getretenen Kohlendioxid-Speicherungs- und Transportgesetz (KSpTG) hat der Gesetzgeber erstmals den Rahmen für die kommerzielle Abscheidung und Nutzung von CO₂ geschaffen. Für unser Altholzkraftwerk eröffnet das besondere Perspektiven: Das bei der Verbrennung von Altholz entstehende CO₂ ist biogenen Ursprungs. In Verbindung mit CO₂-Abscheidung könnte unser Kraftwerk der Atmosphäre damit unterm Strich sogar CO2 entziehen. Wir prüfen derzeit gezielt, wie wir diese Potenziale für unser Vorhaben nutzen können.
Darüber hinaus konnten wir über die Detailplanung unserer Anlage und über die nächsten Schritte zur Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens sprechen.
Partnerschaft bei der Wärmeversorgung
Auch die Nutzung der industriellen Abwärme für eine nachhaltige Wärmeversorgung in Stade stand auf der Agenda. Alle Beteiligten sind überzeugt, dass eine Zusammenarbeit zwischen HanseKraft Stade und den Stadtwerken wertvolle Synergien schaffen und zur lokalen Transformation beitragen kann. Der Wille, gemeinsam die besten Lösungen zu entwickeln, wurde bekräftigt – HanseKraft Stade steht bereit, seinen Beitrag zu leisten.
Argumente austauschen – sachlich und faktenbasiert
Ein weiterer Gesprächspunkt war der Austausch über die Stellungnahmen und Positionen der Bürgerinitiative Bützfleth. Die CDU-Vertreter hatten sich zuvor mit der Initiative getroffen und deren Anliegen aufgenommen. HanseKraft Stade hat die vorgebrachten Punkte zur Kenntnis genommen und sachlich eingeordnet. Eine transparente Kommunikation war uns von Anbeginn sehr wichtig – aus diesem Grund fand bereits in einer sehr frühen Planungsphase der erster öffentliche Info- und Dialogmarkt in Stade statt.
Neben der Transparenz ist ein faktenbasierter Dialog die Grundbedingung, um gemeinsam Lösungen erarbeiten zu können. Wie wir durch den Betrieb unseres Schwesterkraftwerks in Emlichheim belegen können, ist unser Anspruch, alle geltenden Umweltstandards nicht nur einzuhalten, sondern deutlich zu unterschreiten – das zeigen die umfangreichen Gutachten und Prüfungen, die den Genehmigungsprozess unseres Kraftwerks in Stade begleiten werden.
Wir bedanken uns herzlich für den konstruktiven Austausch. In den kommenden Wochen werden wir die Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens weiter vorantreiben – und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit zum Wohle der Region.