Fragen und Antworten
Immer wieder werden Fragen zu unserem Vorhaben gestellt. Im Folgenden sollen einige der Wichtigsten beantwortet werden. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns an info@hansekraft-stade.de. Wir antworten gerne persönlich.
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Stade hat mit der direkten Anbindung an die Elbe hervorragende logistische Voraussetzungen. Unser international bezogenes Altholz können wir so einfach und emissionsarm über den Seeweg anliefern lassen. Zudem herrscht in Stade und der umliegenden Region ein großer Bedarf an haltig gewonnener Energie. Dadurch das wir unsere Anlage zur Produktion von Dampf, Strom und Wärme nutzen können, können wir hier in Stade das volle Potenzial der Technologie ausschöpfen.
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Wir produzieren Energie genau dort, wo sie gebraucht wird. Und die im Industriepark in Stade benötigten Mengen nachhaltiger Energie sind sogar so groß, dass sie nur zum Teil von uns gedeckt werden können. Der erwartete sehr hohe Wirkungsgrad unserer Anlage ist nur deshalb so hoch, weil der von uns produzierte Energiemix direkt vor Ort abgenommen wird. Das belegt die maßgeschneiderte Planung unserer Anlage. Für unsere Industriepartner bietet unsere Anlage den Vorteil, dass der heute überwiegend aus fossilen Energieträgern produzierte Dampf durch nachhaltigen grünen Dampf ersetzt werden kann und so wirkungsvoll zur Reduktion von CO2-Emissionen beiträgt.
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Wir werden Altholz aller Kategorien vom internationalen Markt beziehen. Altholz der Kategorie I (naturbelassenes Material) können wir in Teilen und bedarfsgerecht durch modernste Sortiertechnik wieder in den Kreislauf zur Weiterverarbeitung zurückführen. Wir erwarten, dass auf politisch-administrativer Seite die Weichen für eine solche Weiterverwertung gestellt werden.
Altholz der Kategorien II, III und IV ist aufgrund seines Verarbeitungsgrades größtenteils nicht mehr für die Wiederverwendung geeignet, da es sonst zu unerwünschten Schadstoffanreicherungen in Holz-Recyclingprodukten kommen würde. Anstelle es zu deponieren, was auch heute international noch gängige Praxis ist, werden wir diesen nachwachsenden Rohstoff thermisch verwerten. So kann das gezwungenermaßen aus dem Holzkreislauf herausfallende Material sinnvoll einer Endverwertung zugeführt werden und gleichzeitig wertvolle Deponiekapazitäten eingespart werden. Die Bundesrepublik spielt eine Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Verwertung von Altholz und stellt europaweit den höchsten Standard dar.
Wir erwarten in den internationalen Märkten eine Mobilisierung des Altholzaufkommens und damit die Schaffung von neuen Potentialen für eine Verwertung von Altholz mit entsprechenden Standards.
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Die Industrie in Stade ist auf die Verfügbarkeit von Hochdruckdampf mit besonderen Parametern angewiesen. Dieser Hochdruckdampf kann nur thermisch erzeugt werden – vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdgas oder Kohle. Wir ersetzen diese fossilen Brennstoffe durch Biomasse.
Aufgrund der benötigten hohen Dampfparameter und der Menge des Dampfes ist es nicht möglich, eine wirtschaftliche Alternative zur thermischen Energieerzeugung auf dem Bützflether Sand zu realisieren. Nur eine thermische Energieerzeugung kann genau die Art des Hochdruckdampfes bereitstellen, die die lokale Industrie benötigt.
Damit investieren wir auch langfristig in den Standort in Bützfleth und tragen zur Sicherung der dortigen Arbeitsplätze bei. Denn das Thema der dekarbonisierten Energieversorgung ist zentral für die nächsten Jahrzehnte.
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Der deutsche Altholzmarkt befindet sich im Umbruch. Alte Anlagen, die überwiegend Strom produzieren, gehen vom Netz. Gleichzeitig werden viele neue moderne Anlagen gebaut. Dies führt zu einer Neusortierung des deutschen Altholzmarktes. Unser Fokus liegt dabei ganz klar auf dem internationalen Markt, wo viele Kapazitäten brach liegen. Dafür bietet Stade mit der Anbindung an die Elbe logistisch hervorragende Bedingungen. Wir haben bereits in dieser frühen Phase erste Vereinbarungen mit Lieferanten aus dem europäischen Ausland getroffen und so sehen wir schon heute, dass unsere Anlage hier große vorhandene Potenziale mobilisiert. Marktstudien bestätigen eine langfristig positive Prognose. Den Einsatz von Frischholz schließen wir aus. Er ist auch nicht Gegenstand des Genehmigungsverfahrens. Während des Betriebs wird die Anlage durch die Gewerbeaufsicht kontrolliert.
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Altholz der Kategorie IV ist ein Altholz-Mix. Nur ein kleiner Teil des Altholzes in diesem Mix ist mit Holzschutzmitteln oder ähnlichen Schadstoffen behandelt. Meist handelt es sich dabei um behandeltes Holz von Gartenmöbeln und Gartenzäunen sowie um das Holz imprägnierter Fensterrahmen und Haustüren. Aufgrund von heute geltenden Gesetzesvorgaben werden die Belastungen in dieser Altholzkategorie ständig geringer und der Altholz-Mix damit immer sauberer. Wir wählen den Weg der thermischen Verwertung auch für Altholz der Kategorie IV, da es die einzig sinnvolle Nutzung zur Alternative der Deponierung darstellt. Unsere Anlage ist durch die installierte Rauchgasreinigung dazu in der Lage mögliche Schadstoffe zu binden und herauszufiltern. Unsere Planungen werden von Beginn an eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Alle geltenden Grenzwerte werden deutlich unterschritten werden.
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Die thermische Verwertung von Altholz der Kategorie IV stellt die einzige sinnvolle Alternative zur Deponierung dar. Meist handelt es sich dabei um behandeltes Holz von Gartenmöbeln und Gartenzäunen sowie um das Holz imprägnierter Fensterrahmen und Haustüren. Aufgrund von heute geltenden Gesetzesvorgaben werden die Belastungen in dieser Altholzkategorie ständig geringer und der Altholz-Mix damit immer sauberer.
Unsere Anlage ist technisch nicht als Sonderabfallverbrennungsanlage ausgelegt und wird auch nicht als solche genehmigt. Sonderabfallverbrennungsanlagen müssen eine Mindesttemperatur bei der Verbrennung von 1.100 °C einhalten und können Abfälle mit mehr als ein Gewichtsprozent halogenorganische Stoffe verbrennen. Wir dürfen nur Abfälle annehmen, die weniger als ein Gewichtsprozent halogenorganische Stoffe enthalten.
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Altholz der Kategorie I werden wir in den Teilmengen aussortieren, für die es Abnehmer gibt. Wir können nur den Teil aussortieren, den wir auch in den Kreislauf zurückführen können. Dazu wird eine Sortieranlage mit einer hohen Sortierungsquote installiert.
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Wir werden in unserer Anlage kein Frischholz einsetzen, das zur stofflichen Verwertung geeignet ist. Dennoch wollen wir lokal die Möglichkeit bieten, Biomasse aus Frischholzabfällen, beispielsweise Gartenabfälle wie Hecken und alte Weihnachtsbäume, in unserer Anlage zu verwerten. Dies ermöglicht eine lokale Entsorgung mit kurzen Lieferwegen.
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In Emlichheim handelt es sich um eine kleinere Anlage älteren Bautyps. Es ist daher nicht möglich, die Daten aus Emlichheim 1:1 zu übertragen und hochzurechnen.
Die Emissionen in Emlichheim werden monatlich auf der Webseite der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die geltenden Grenzwerte werden deutlich unterschritten. Zudem ist unsere Anlage in Emlichheim EMAS-zertifiziert und unterliegt somit den Anforderungen eines der anspruchsvollsten und strengsten Umweltzertifikate.
In Stade handelt es sich um eine moderne Anlage. Auch diese werden wir EMAS-zertifizieren lassen und auch hier werden die geltenden Grenzwerte deutlich unterschritten werden.
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Die Technik der zirkulierenden Wirbelschicht emittiert nur sehr niedrige Emissionen im Vergleich zu anderen Feuerungstechniken. Nach der Verbrennung in der Brennkammer erfolgt bereits die erste Reinigung der Abgase. Grobe Partikel werden zunächst in den siloförmigen Heißgaszyklonen abgeschieden und zurück in die Brennkammer im Kreislauf geführt. Mit einer anschließenden Rauchgasreinigung werden die restlichen im Rauchgas enthaltenen staubförmigen und gasförmigen Bestandteile durch die Zugabe von Additiven gebunden und herausgefiltert. Mögliche Schadstoffe, auch organische, werden so gebunden und herausgefiltert werden.
Werden in den laufenden vorbereitenden Luftmessungen Dioxine, Furane und PAKs untersucht?
Mit der Durchführung der Messungen ist ein von den Behörden akkreditiertes Messinstitut beauftragt. Die Depositionen von Dioxinen, Furanen und dioxinähnlichen PCB sowie Benzo(a)pyren als PAK-Leitparameter, sind Bestandteil der Messungen.
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Mit der Durchführung der Messungen ist ein von den Behörden akkreditiertes Messinstitut beauftragt. Die Depositionen von Dioxinen, Furanen und dioxinähnlichen PCB sowie Benzo(a)pyren als PAK-Leitparameter, sind Bestandteil der Messungen.
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Nein. Unsere Anlage wird unterhalb der Irrelevanz-Grenze (der Tag-Nachtwerte nach TA-Lärm) von 10 dB(A) betrieben. Das bedeutet, dass an den mit den Behörden abgestimmten Punkten, die im Einwirkungsbereich unserer Anlage liegen, zu keiner wahrnehmbaren Erhöhung des Lärmpegels kommt.
Dies wird durch eine Vielzahl an Maßnahmen in unserer Anlage sichergestellt – wie beispielsweise eine Einhausung, Dämmungen und der Aufstellungsplanung. Welche dies im Einzelnen sind, sind Teil der laufenden Detailplanungen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen muss durch einen unabhängigen Gutachter bestätigt werden.
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In unserem Prozess fällt klimaneutrales biogenes CO2 als Nebenprodukt an. Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit der lokalen Industrie und prüfen Nutzungspotenziale für mittels CO2-Wäsche gewonnenes, verflüssigtes CO2. Sollten hier Synergien geschaffen werden können und die regulatorischen Weichen gestellt werden, können wir unsere Anlage mit negativen Emissionen betreiben.
Die Nutzung dieser Technologie hat Pioniercharakter, da sich vergleichbare Projekte in der Pilotierung befinden und noch skaliert werden müssen. Zudem müssen noch regulatorische Weichen für die industrielle Nutzung geschaffen werden.
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Der deutsche Altholzmarkt ist angespannt und es ist nur wenig Material verfügbar. Deshalb werden wir unser Altholz vom internationalen Markt beziehen, wo viele Kapazitäten brach liegen. Dafür bietet Stade mit der Anbindung an die Elbe logistisch hervorragende Bedingungen. Unser Fokus liegt also ganz klar auf dem Seeweg.
Wir wollen der lokalen Industrie aber auch die Möglichkeit bieten, Altholz mit kurzen Transportwegen direkt bei uns entsorgen zu können. Dies führt jedoch nicht zu einem Anstieg des LKW-Verkehrs, da diese Transporte ohnehin stattfinden würden. Nur bieten wir mit unserer Anlage eine direkte, lokale Entsorgungsmöglichkeit. Das verkürzt die Fahrten deutlich und verringert den dadurch anfallenden CO2-Ausstoß.
Für unsere Reststoffe prüfen wir den Abtransport mit dem Schiff oder der Bahn. Das hat für uns viele logistische Vorteile. Einen Abtransport mit dem LKW wollen wir aber noch nicht kategorisch ausschließen.
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Je nach Schiffsgröße und Auslastung werden es zwischen 80 bis 100 Schiffslieferungen pro Jahr sein.
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Unsere Anlage ist optimal auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt. Das bedeutet auch, dass wir bereits in einer frühen Phase intensive Gespräche mit der Stadt Stade und den Stadtwerken geführt haben. Die kommunale Wärmeplanung der Stadt befindet sich derzeit in der Potentialanalyse. Unser Projekt wurde als eine mögliche, regenerative Wärmequelle neben anderen Anfang des Jahres in die ganzheitliche Betrachtung für die Kommune mit aufgenommen.
Bei vielen anderen vergleichbaren Anlagen wird die heiße Abluft in die Umgebungsluft abgeführt. Wir wollen diese Energiequelle nicht vergeuden und der Stadt Stade für die nachhaltige Wärmeversorgung zur Verfügung stellen. Somit können wir einen effektiven Beitrag für die klimaneutrale Transformation der Wärme in Stade leisten.
Bitte haben Sie darüber hinaus Verständnis, dass wir als externes Unternehmen keine Angaben zu den Planungen und den Kosten des städtischen Wärmenetzes machen können.
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Unsere Anlage durchläuft ein Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Ziel dieses Verfahrens ist es, sämtliche Auswirkungen eines Vorhabens auf die Schutzgüter Mensch, Umwelt und Natur zu untersuchen und möglichen Risiken vorzubeugen. Dazu zählen selbstverständlich auch mögliche Störfallrisiken.
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